Das Burn-out-Syndrom

Wir brennen für unsere Aufgabe. Wir sind begeistert und setzen uns voll dafür ein. Wir geben alles. Jahrelang.

Wenn die Wertschätzung aus dem Arbeitsalltag verschwindet, wenn Tätigkeiten zur geisttötenden Routine werden, wenn der Arbeitsdruck unerträglich wird, können sich Symptome einstellen, die wir als das "Burn-out-Syndrom" bezeichnen.

 

Typische Burnout-Symptome:

 

Emotionale Erschöpfung

Müdigkeit (schon beim Gedanken an die Arbeit), Schlaflosigkeit, Krankheitsanfälligkeit, diffuse körperliche Beschwerden

 

Man erkennt sich nicht wieder (Depersonalisation)

Negative zynische Einstellung gegenüber Kollegen, Kunden, Patienten, Freunden und der Familie; Schuldgefühle, Rückzug, Reduzierung und Vermeidung der Arbeit

 

Verminderte Leistungsfähigkeit und Leistungsunzufriedenheit

Gefühl der erfolg- und Machtlosigkeit, fehlende Anerkennung, Miderwertigkeitsgefühle, Überforderung, vitale Instabilität, Depression, Erregbarkeit, Gehemmtheit, Ängstlichkeit, Ruhelosigkeit

 

 

Phasen des Burn-outs:

1. Phase :

Der Betroffene arbeitet mit hohem Ergeiz, will sich und anderen ständig die eigene Arbeitsqualität unter Beweis stellen. Man kann von einer gewissen „Verbissenheit" in Ideale sprechen

2. Phase :

Der Betroffene erhöht den Arbeitseinsatz, delegieren fällt immer schwerer und es entsteht die innere Haltung, unentbehrlich zu sein.

3. Phase :

Um den überzogenen Ansprüchen kräftemäßig entsprechen zu können, rücken die persönlichen Bedürfnisse zunehmend in den Hintergrund, soziale Kontakte werden vernachlässigt.

4. Phase :

Es werden Unstimmigkeiten bei sich und mit anderen wahrgenommen, die Konflikte werden aber nicht gelöst, sondern verdrängt. Jetzt beginnen oft auch die ersten körperlichen und seelischen Störungen.

5. Phase :

Es kommt zur emotionalen Abstumpfung, privater Isolation und früher wichtige Alltagsdinge, wie z.B. Hobbys, werden vernachlässigt.

6. Phase :

Auftretende Probleme werden verleugnet, Aggressionen und Intoleranz anderen gegenüber nehmen zu.

7. Phase :

Es beginnt der zunehmende Rückzug, Dienst wird nur noch nach Vorschrift gemacht.

Häufig wird jetzt zu Drogen, Medikamenten und Alkohol gegriffen

8. Phase :

Der Betreffende wird in seiner Wesensveränderung für andere deutlich wahrnehmbar, Ängstlichkeit und Apathie nehmen zu.

9. Phase :

Es kommt zur Depersonalisierung, das bedeutet: Der Kontakt zu sich selbst reißt ab. Das Leben wird nur noch mechanisch erlebt.

10. Phase :

Die innere Leere und Sinnlosigkeit wird immer intensiver, vorhandenes Suchtverhalten wird verstärkt.

11. Phase :

Depression: In diesem Stadium gleicht das Burnout einer Depression. Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen und Apathie sind mögliche Kardinalsymptome.

12. Phase :

Das Burnout-Syndrom. Es kommt zum völligen körperlichen und seelischen Zusammenbruch. Selbsttötungsideen nehmen zu und werden schlimmstenfalls in die Tat umgesetzt. Die Behandlung des Burnout-Syndroms ist, je nach Intensität, unterschiedlich. Beispielsweise gilt Phase 12 als medizinischer Notfall. Anderen Betroffenen reicht eine ausreichende Erholung im Rahmen einer Kurmaßnahme. Medikamentöse Stabilisierung durch Psychopharmaka und eine begleitende Psychotherapie sind weiterhin eine Behandlungsform. Es kann auch nötig sein, die Tätigkeit oder den Beruf zu wechseln. Ein weiterer, wesentlicher Aspekt ist die Frage, wie der betreffende mit Stress umgeht. Hierzu ist das sogenannte „Dreitaktmodell" nach F.Vester hilfreich.

  • stressauslösende Reize setzten unseren Körper in Alarmzustand, um zu kämpfen oder zu flüchten
  • jetzt sollte die Bewegungs- oder Kampfphase einsetzten, wodurch die Stresshormone und Cholesterin wieder abgebaut werden.
  • Es folgt die Phase der Entspannung

 



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